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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäfts-
bedingungen

Teil 1 – Allgemeine Bestimmungen

1 Geltungsbereich und Begriffsbestimmungen

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die Rechtsbeziehungen zwischen der Picture Potential LLC (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“) über Mentoring- und Beratungsleistungen sowie über den Erwerb digitaler Produkte.

(2) Der Anbieter bietet Mentoring und Beratung sowie digitale Produkte, insbesondere Onlinekurse und Workshops, an. Die Leistungserbringung erfolgt, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, ausschließlich online.

(3) Diese Bedingungen gelten gegenüber Verbrauchern und gegenüber Unternehmern. Soweit einzelne Regelungen ausdrücklich nur für Verbraucher oder nur für Unternehmer gelten, ist dies kenntlich gemacht.

(4) Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

(5) Abweichende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(6) Individuell zwischen den Parteien getroffene Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter erbringt seine Leistungen durch Anwendung seiner Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Pädagogik und Mentoring.

(2) Gegenstand der Mentoring- und Beratungsverträge ist die Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen (Dienstvertrag), nicht das Erzielen eines bestimmten Erfolges. Ein wirtschaftlicher, beruflicher oder persönlicher Erfolg ist nicht Vertragsgegenstand und wird nicht zugesichert.

(3) Gegenstand der Verträge über digitale Produkte ist die Bereitstellung bereits erstellter digitaler Inhalte zur eigenverantwortlichen Nutzung durch den Kunden. Gegenüber Verbrauchern gelten hierfür ergänzend die §§ 327 ff. BGB.

(4) Der konkrete Leistungsumfang, die Dauer und die Vergütung ergeben sich aus der Produktbeschreibung im Online-Shop beziehungsweise aus dem individuellen Angebot des Anbieters.

(5) In der Leistungsbeschreibung weist der Anbieter für jedes Produkt aus, welche Leistungselemente umfasst sind. Selbstlernprodukte, insbesondere Onlinekurse und Workshops, werden ohne Betreuung bereitgestellt. Sie umfassen keine Rückmeldung, Korrektur oder Bewertung von Arbeitsergebnissen des Kunden, keine Erfolgs- oder Lernkontrolle, keine Prüfungen und keine Zertifikate. Ein Anspruch auf inhaltliche Rückfragen besteht nicht. Der Support des Anbieters beschränkt sich bei diesen Produkten auf Fragen zu Zugang, Abwicklung und technischer Nutzung.

3 Vertragsschluss

(1) Der Kunde hat im Bestellprozess anzugeben, ob er als Verbraucher oder als Unternehmer handelt. Unternehmer haben zusätzlich Firma und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder Steuernummer anzugeben. Der Anbieter darf auf die Richtigkeit dieser Angaben vertrauen.

(2) Die Darstellung der Produkte im Online-Shop stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.

(3) Digitale Produkte. Der Kunde kann digitale Produkte über den Online-Shop des Anbieters oder per E-Mail bestellen. Bei Bestellung über den Online-Shop gibt der Kunde mit Betätigen der Schaltfläche „zahlungspflichtig bestellen“ ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung in Textform bestätigt oder den Zugang zu den Inhalten freischaltet. Bei Bestellung per E-Mail erhält der Kunde einen Zahlungslink; der Vertrag kommt mit der Bestätigung des Anbieters in Textform zustande.

(4) Mentoring- und Beratungsverträge. Nach einem vorherigen Gespräch erhält der Kunde ein individuelles Angebot in Textform. Dieses Angebot weist mindestens die Leistungsbeschreibung, die Vertragslaufzeit, die Anzahl der Sitzungen, den Gesamtpreis sowie einen etwaigen Ratenplan aus. Der Kunde nimmt das Angebot durch Rücksendung in Textform oder durch Abschluss der Bestellung über die Schaltfläche „zahlungspflichtig bestellen“ an. Der Vertrag kommt mit der Bestätigung des Anbieters in Textform zustande.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, den Abschluss eines Vertrages abzulehnen, insbesondere wenn eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht zu erwarten ist oder eine Beratung aus fachlichen oder rechtlichen Gründen nicht erfolgen kann. Bereits geleistete Zahlungen werden in diesem Fall vollständig erstattet.

(6) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert und dem Kunden gemeinsam mit diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Widerrufsbelehrung in Textform übermittelt. Eingabefehler kann der Kunde vor Absenden der Bestellung über die üblichen Tastatur- und Browserfunktionen korrigieren; die einzelnen technischen Schritte werden im Bestellprozess erläutert.

4 Preise, Zahlung, Ratenzahlung und Verzug

(1) Gegenüber Verbrauchern verstehen sich alle angegebenen Preise als Gesamtpreise einschließlich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Unternehmern verstehen sich die Preise netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit diese anfällt. Etwaige zusätzliche Kosten werden vor Abgabe der Bestellung gesondert ausgewiesen.

(2) Bei Leistungen an Verbraucher mit Wohnsitz in der Europäischen Union wird die Umsatzsteuer des Wohnsitzstaates im Non-Union-One-Stop-Shop-Verfahren abgeführt. Bei Leistungen an Unternehmer mit gültiger Umsatzsteuer-Identifikationsnummer innerhalb der Europäischen Union gilt das Reverse-Charge-Verfahren; die Steuerschuld geht auf den Kunden über. Bei Kunden außerhalb der Europäischen Union wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen; der Kunde ist für die Einhaltung der für ihn geltenden steuerlichen Vorschriften selbst verantwortlich.

(3) Der Preis ist sofort nach Vertragsschluss ohne Abzug zur Zahlung fällig, sofern nicht ausdrücklich Ratenzahlung vereinbart ist.

(4) Die verfügbaren Zahlungsarten werden dem Kunden im Bestellprozess angezeigt. Der Anbieter ist berechtigt, einzelne Zahlungsarten auszuschließen.

(5) Der Kunde ist zur Vorleistung verpflichtet. Leistungen werden erst nach Eingang der jeweils fälligen Zahlung erbracht; Zugänge zu digitalen Inhalten werden erst nach Eingang der jeweils fälligen Zahlung freigeschaltet.

(6) Ist Ratenzahlung vereinbart, ergeben sich Anzahl, Höhe und Fälligkeit der Raten aus der Produktbeschreibung beziehungsweise dem individuellen Angebot und der Auftragsbestätigung. Die Aufteilung des Gesamtpreises in Raten erfolgt ohne Zinsen, Gebühren oder sonstige Aufschläge; die Summe der Raten entspricht dem vereinbarten Gesamtpreis. Die Raten sind jeweils im Voraus ohne gesonderte Aufforderung zu zahlen. Die Leistungen eines Vertragsmonats werden erst nach Eingang der auf diesen Monat entfallenden Rate erbracht.

(7) Zahlt der Kunde eine fällige Zahlung nicht, ist der Anbieter berechtigt, die betroffenen Leistungen sowie den Zugang zu digitalen Inhalten bis zum Eingang der Zahlung zurückzubehalten (§ 320 BGB). Einer Mahnung bedarf es hierfür nicht. Die vereinbarte Vertragslaufzeit verlängert sich durch die Zurückbehaltung nicht.

(8) Bei Zahlungsverzug schuldet der Kunde Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe; gegenüber Unternehmern gilt zusätzlich § 288 Abs. 5 BGB. Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens bleibt vorbehalten.

(9) Kommt der Kunde einer fälligen Zahlung auch nach Ablauf einer vom Anbieter in Textform gesetzten angemessenen Frist nicht nach, kann der Anbieter den Vertrag außerordentlich kündigen. Der Vergütungsanspruch für bereits erbrachte Leistungen bleibt bestehen.

Teil 2 – Mentoring- und Beratungsleistungen

5 Inhalt und Durchführung

(1) Die Sitzungen finden online oder, soweit vereinbart, persönlich statt; der jeweilige Termin wird einvernehmlich festgelegt.

(2) Mentoring beruht auf Kooperation und Eigenverantwortung. Der Kunde ist nicht verpflichtet, Empfehlungen des Anbieters zu übernehmen; er bleibt für die Umsetzung der besprochenen Inhalte eigenverantwortlich. Er verpflichtet sich, die für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben.

(3) Ein bestimmter wirtschaftlicher, beruflicher oder persönlicher Erfolg wird weder geschuldet noch zugesichert.

(4) Mentoring- und Beratungsleistungen sind individuelle, im Dialog erbrachte Leistungen. Sie folgen keinem vorgegebenen Lehrplan und keinem strukturierten Lehrgang; Themen und Schwerpunkte bestimmt der Kunde im Rahmen des vereinbarten Umfangs. Eine Kontrolle oder Bewertung des Lernerfolgs, Prüfungen, Korrekturen von Arbeitsergebnissen und Zertifikate sind nicht Bestandteil der Leistung.

(5) Der Anbieter kann Inhalt und Ablauf der Sitzungen aus fachlichen Gründen anpassen, sofern der vereinbarte Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich verändert wird und die Anpassung für den Kunden zumutbar ist.

(6) Darstellungen und Beschreibungen der Leistungen auf der Website des Anbieters dienen der Veranschaulichung und begründen keine Beschaffenheitsvereinbarung.

(7) Der Kunde ist für die Angabe einer zutreffenden E-Mail-Adresse und für den regelmäßigen Abruf seiner E-Mails verantwortlich.

(8) Sitzungen werden nur mit vorheriger Einwilligung des Kunden aufgezeichnet. Die Einwilligung ist freiwillig, jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerruflich; ihre Ablehnung hat keinen Einfluss auf die Leistungserbringung.

(9) Soweit begleitende asynchrone Kommunikation ausdrücklich Vertragsbestandteil ist, erfolgt sie montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage am Sitz des Anbieters. Der Anbieter bemüht sich um eine Antwort innerhalb von 24 Stunden an Werktagen, schuldet jedoch keine bestimmte Reaktionszeit. Ein Anspruch auf sofortige Erreichbarkeit oder auf Krisenintervention besteht nicht; es gilt Ziffer 15.

6 Absage und Umbuchung von Sitzungen

(1) Absagen und Umbuchungen sind bis 12 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich. Der Ersatztermin wird einvernehmlich festgelegt.

(2) Bei Absage oder Umbuchung weniger als 12 Stunden vor dem Termin sowie bei Nichterscheinen gilt die Sitzung als in Anspruch genommen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

(3) Ist der Anbieter an der Durchführung verhindert, insbesondere durch Krankheit, technische Störungen oder höhere Gewalt, wird dem Kunden ein Ersatztermin angeboten. Kommt eine Einigung über einen Ersatztermin nicht zustande, wird die auf die Sitzung entfallende Vergütung erstattet.

(4) Bei wiederholten kurzfristigen Absagen oder wiederholtem Nichterscheinen kann der Anbieter die Vereinbarung weiterer Termine bis zur Klärung aussetzen.

7 Laufzeit und Beendigung

(1) Mentoring- und Beratungsverträge werden über eine im Angebot festgelegte Laufzeit und eine festgelegte Anzahl von Sitzungen geschlossen. Der Vertrag endet mit Ablauf der Laufzeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf; eine automatische Verlängerung findet nicht statt.

(2) Der Kunde kann den Vertrag mit einer Frist von zwei Wochen zum Ende eines Vertragsmonats in Textform kündigen. Das Recht beider Parteien zur Kündigung aus wichtigem Grund sowie das Kündigungsrecht nach § 627 BGB bleiben unberührt.

(3) Im Fall einer vorzeitigen Beendigung durch den Kunden schuldet dieser die Vergütung für die bis zum Wirksamwerden der Kündigung laufenden Vertragsmonate. Die Abrechnung erfolgt anteilig auf Grundlage des vereinbarten Gesamtpreises und der vereinbarten Laufzeit. Bereits gezahlte Beträge, die auf spätere Vertragsmonate entfallen, werden innerhalb von 14 Tagen erstattet. § 628 Abs. 1 BGB bleibt unberührt.

(4) Nicht in Anspruch genommene Sitzungen verfallen mit Ablauf der Vertragslaufzeit, soweit der Kunde die Nichtinanspruchnahme zu vertreten hat.

(5) Für den Anbieter liegt ein wichtiger Grund insbesondere vor bei erheblichen Verstößen gegen Ziffer 10, bei Zahlungsverzug nach Ziffer 4 Abs. 9 sowie bei beleidigendem, diskriminierendem oder rechtswidrigem Verhalten gegenüber dem Anbieter. Der Vergütungsanspruch für bereits erbrachte Leistungen bleibt bestehen.

Teil 3 – Digitale Produkte

8 Zugang und Zugangsdauer

(1) Nach Eingang der Zahlung beziehungsweise der ersten vereinbarten Rate erhält der Kunde Zugang zu den gebuchten digitalen Inhalten. Die Zugangsdaten werden per E-Mail übermittelt.

(2) Der Anbieter gewährleistet den Zugang für einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten ab Freischaltung. Danach bleibt der Zugang unbefristet bestehen, solange der Anbieter das jeweilige Angebot betreibt.

(3) Der Anbieter kann den Zugang nach Ablauf des Mindestzeitraums bei Einstellung des Angebots, Geschäftsaufgabe oder wesentlichen technischen Änderungen beenden. Der Kunde wird hierüber mindestens sechs Monate im Voraus in Textform informiert und erhält innerhalb dieser Frist Gelegenheit, die bereitgestellten Inhalte im Rahmen des technisch Möglichen für den eigenen Gebrauch zu sichern.

(4) Der Anbieter verwendet in der Werbung keine Bezeichnung, die eine über die Absätze 2 und 3 hinausgehende Bereitstellungsdauer erwarten lässt.

9 Gewährleistung für digitale Produkte

(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Gegenüber Verbrauchern gelten ergänzend die §§ 327 ff. BGB.

(2) Der Anbieter stellt während der Zugangsdauer die Aktualisierungen bereit, die erforderlich sind, um die Vertragsmäßigkeit der digitalen Inhalte zu erhalten. Eine Pflicht zur inhaltlichen Erweiterung oder zur Aktualisierung der vermittelten Fachinhalte besteht darüber hinaus nicht.

(3) Eine Abweichung von den objektiven Anforderungen an die Vertragsmäßigkeit ist gegenüber Verbrauchern nur wirksam, wenn der Verbraucher vor Vertragsschluss gesondert über die Abweichung in Kenntnis gesetzt wurde und die Abweichung im Vertrag ausdrücklich und gesondert vereinbart wurde.

(4) Der Anbieter übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Inhalte den subjektiven Erwartungen oder individuellen Anforderungen des Kunden entsprechen oder dass ein bestimmter Lernerfolg eintritt.

(5) Unerhebliche Abweichungen von Beschreibungen oder Darstellungen begründen keinen Mangel.

(6) Für Beeinträchtigungen, die ausschließlich darauf beruhen, dass der Kunde die in Ziffer 12 beschriebenen technischen Voraussetzungen nicht erfüllt, haftet der Anbieter nicht, soweit er den Kunden hierüber ordnungsgemäß informiert hat.

10 Aufzeichnungen, Nutzungsrechte, Vertragsstrafe

(1) Sämtliche vom Anbieter bereitgestellten Inhalte – insbesondere Videos, Aufzeichnungen, Skripte, Grafiken, Vorlagen, Texte und individuell erstellte Auswertungen – sind urheberrechtlich geschützt und verbleiben beim Anbieter.

(2) Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht zum eigenen, nicht öffentlichen Gebrauch für die Dauer der Zugangsberechtigung.

(3) Dem Kunden ist es untersagt, Inhalte oder Zugangsdaten ganz oder teilweise zu vervielfältigen, weiterzugeben, öffentlich zugänglich zu machen oder Dritten den Zugang zu ermöglichen. Eigene Aufzeichnungen der Sitzungen durch den Kunden bedürfen der vorherigen ausdrücklichen Zustimmung aller Beteiligten. Gesetzlich zulässige Nutzungen, insbesondere Vervielfältigungen zum privaten Gebrauch und Zitate, bleiben unberührt.

(4) Der Kunde hat seine Zugangsdaten vertraulich zu behandeln.

(5) Bei erheblichen oder wiederholten Verstößen kann der Anbieter nach erfolgloser Abmahnung den Zugang zum betroffenen Produkt sperren und den Vertrag außerordentlich kündigen. Einer Abmahnung bedarf es nicht, wenn sie im Einzelfall unzumutbar ist, insbesondere bei vorsätzlicher öffentlicher Weiterverbreitung. Die Sperrung weiterer Produkte erfolgt nur, soweit dies zur Abwehr weiterer Verstöße erforderlich und verhältnismäßig ist.

(6) Verstößt ein Kunde, der Unternehmer ist, schuldhaft gegen Absatz 3 oder 4, verpflichtet er sich zur Zahlung einer Vertragsstrafe, deren Höhe der Anbieter nach billigem Ermessen bestimmt und die im Streitfall vom zuständigen Gericht auf ihre Angemessenheit überprüft werden kann.

(7) Verstößt ein Kunde, der Verbraucher ist, schuldhaft gegen Absatz 3 oder 4, schuldet er pauschalierten Schadensersatz in Höhe des jeweils gültigen Bruttopreises des betroffenen Produkts für jeden Fall, in dem einem Dritten der Zugang ermöglicht oder ein Inhalt weitergegeben wurde. Der Nachweis eines geringeren Schadens bleibt dem Kunden vorbehalten. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.

11 Freiwillige Zufriedenheitsgarantie für den 7-Tage Warum-Workshop

(1) Zusätzlich und unabhängig zu den gesetzlichen Rechten des Kunden, insbesondere zum Widerrufsrecht nach Ziffer 13, gewährt der Anbieter beim Erwerb des 7-Tage Warum-Workshops eine freiwillige Zufriedenheitsgarantie. Diese schränkt gesetzliche Rechte nicht ein und ersetzt sie nicht.

(2) Die Garantiefrist beträgt 7 Kalendertage ab Freischaltung des Zugangs. Über den Zeitpunkt der Freischaltung erhält der Kunde eine gesonderte E-Mail.

(3) Der Kunde kann die Garantie innerhalb der Frist durch eine formlose Nachricht an info@withjanine.com in Anspruch nehmen. Der Anbieter erstattet den vollständigen Kaufpreis ohne Angabe von Gründen über das ursprünglich verwendete Zahlungsmittel.

(4) Maßgeblich für die Fristwahrung ist der Eingang der Nachricht beim Anbieter, unabhängig davon, in welchem Umfang der Kunde die Inhalte bereits genutzt hat.

(5) Diese Garantie gilt ausschließlich für den 7-Tage Warum-Workshop.

Teil 4 – Technische Voraussetzungen

12 Technische Voraussetzungen, Verfügbarkeit, Mitwirkung

(1) Für die Nutzung der Leistungen benötigt der Kunde eine stabile Internetverbindung, ein geeignetes Endgerät sowie gegebenenfalls Software Dritter, insbesondere zur Teilnahme an Videokonferenzen. Der Anbieter informiert hierüber rechtzeitig vor Beginn der Nutzung.

(2) Die Bereitstellung, Aktualisierung und Funktionsfähigkeit dieser technischen Voraussetzungen sowie die hierfür anfallenden Kosten liegen beim Kunden. Der Kunde ist ferner für den Schutz seiner Geräte und Daten verantwortlich.

(3) Der Anbieter schuldet keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Es kann insbesondere zu Einschränkungen durch Wartungsarbeiten, Weiterentwicklungen oder Störungen kommen. Der Anbieter bemüht sich um eine im Rahmen üblicher technischer Standards bestmögliche Erreichbarkeit. Die gesetzlichen Rechte des Kunden bei Mängeln bleiben unberührt.

Teil 5 – Widerruf, Haftung, Datenschutz, Schlussbestimmungen

13 Widerrufsrecht für Verbraucher

Unternehmern steht kein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Für Verbraucher gilt Folgendes:

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht. Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Picture Potential LLC, vertreten durch Andreas Reichherzer, 30 N Gould St Ste R, Sheridan, WY 82801, USA, E-Mail: info@withjanine.com) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs. Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts. Bei Verträgen über Dienstleistungen erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung verliert.

Bei Verträgen über die Bereitstellung digitaler Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Anbieter mit der Vertragsausführung begonnen hat, der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, der Verbraucher seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert, und der Anbieter dem Verbraucher eine Bestätigung des Vertrags nach § 312f BGB zur Verfügung gestellt hat.

Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

An Picture Potential LLC, 30 N Gould St Ste R, Sheridan, WY 82801, USA, E-Mail: info@withjanine.com:

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren (*) / die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*)
— Bestellt am (*)/erhalten am (*)
— Name des/der Verbraucher(s)
— Anschrift des/der Verbraucher(s)
— Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
— Datum

(*) Unzutreffendes streichen.

Der Anbieter holt die ausdrückliche Zustimmung und die Kenntnisbestätigung zum vorzeitigen Erlöschen des Widerrufsrechts im Bestellprozess gesondert ein. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, bleibt das Widerrufsrecht bestehen.

14 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, im Umfang einer übernommenen Garantie sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.

(2) Bei der leicht fahrlässigen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen. Dies gilt auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(4) Der Anbieter schuldet keinen bestimmten Erfolg. Die vermittelten Inhalte beruhen auf Erfahrungswerten und ersetzen keine medizinische, psychotherapeutische, rechtliche, steuerliche oder finanzielle Beratung im Einzelfall. Für Entscheidungen, die der Kunde auf Grundlage der Inhalte trifft, und für deren Umsetzung ist der Kunde selbst verantwortlich; die Umsetzung erfolgt eigenverantwortlich. Die Absätze 1 und 2 bleiben unberührt.

(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die dem Kunden durch das Verhalten anderer Teilnehmer oder sonstiger Dritter entstehen, soweit ihn kein eigenes Verschulden trifft.

(6) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer schuldhaften Pflichtverletzung des Kunden beruhen.

15 Abgrenzung zur Therapie und medizinischen Behandlung

(1) Die Leistungen des Anbieters sind keine medizinische, psychotherapeutische, psychiatrische oder heilkundliche Behandlung. Der Anbieter stellt keine Diagnosen, behandelt keine Erkrankungen und gibt keine Heilversprechen ab.

(2) Die Angebote dienen der pädagogischen Begleitung, der Einordnung von Erfahrungen, der Förderung von Selbstreflexion und Selbstführung sowie der alltagspraktischen Orientierung.

(3) Die Leistungen ersetzen keine ärztliche, psychotherapeutische oder sonstige fachliche Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden, insbesondere bei anhaltenden oder schweren psychischen Symptomen, wird ausdrücklich empfohlen, ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

(4) Die Inanspruchnahme der Leistungen erfolgt in eigener Verantwortung des Kunden. Ein Anspruch auf Krisenintervention oder auf durchgehende Erreichbarkeit besteht nicht. In akuten Krisen wenden sich Kunden an den ärztlichen Bereitschaftsdienst, den Notruf 112 oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111).

(5) Die Angebote richten sich an Personen, die in der Lage sind, eigenverantwortlich mit persönlichen Themen umzugehen. Personen in einer akuten psychischen Krise oder mit einer unbehandelten psychischen Erkrankung wird empfohlen, zunächst fachliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

16 Datenschutz, Vertraulichkeit und Erfahrungsberichte

(1) Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden zur Durchführung des Vertrags auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO sowie zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO. Einzelheiten ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

(2) Verarbeitungen, die darüber hinausgehen, insbesondere die Veröffentlichung von Erfahrungsberichten sowie von Bild-, Ton- oder Videoaufnahmen des Kunden zu Zwecken der Werbung, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Kundengewinnung, erfolgen ausschließlich auf Grundlage einer gesonderten, freiwilligen und jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerruflichen Einwilligung. Die Erteilung einer solchen Einwilligung ist nicht Voraussetzung für den Abschluss oder die Durchführung eines Vertrages.

(3) Gibt der Kunde einen Erfahrungsbericht ab, macht er darin ausschließlich wahrheitsgemäße Angaben.

(4) Der Anbieter wahrt Stillschweigen über alle ihm im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen persönlichen und geschäftlichen Angelegenheiten des Kunden. Diese Verpflichtung besteht über das Ende des Vertragsverhältnisses hinaus fort.

(5) Nimmt der Kunde an Sitzungen mit mehreren Teilnehmern teil, verpflichtet er sich, Informationen über persönliche und geschäftliche Verhältnisse anderer Teilnehmer vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.

17 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als dem Verbraucher nicht der Schutz entzogen wird, der ihm durch die zwingenden Bestimmungen des Rechts des Staates gewährt wird, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

(2) Erfüllungsort ist der Sitz des Anbieters, sofern der Kunde Unternehmer ist. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

(3) Ist der Kunde Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, sind für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ausschließlich die Gerichte in Dublin, Irland, zuständig (Art. 25 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012). Der Anbieter ist darüber hinaus berechtigt, den Kunden an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen. Für Verbraucher gilt diese Gerichtsstandsvereinbarung nicht; es bleiben die gesetzlichen Gerichtsstände sowie die Artikel 17 bis 19 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 unberührt.

(4) Der Anbieter unterliegt als Gesellschaft mit Sitz in den Vereinigten Staaten den dort geltenden Exportkontroll- und Sanktionsvorschriften. Der Kunde sichert zu, dass nach seiner Kenntnis weder er selbst noch – soweit er für ein Unternehmen handelt – dieses Unternehmen oder eine dieses Unternehmen beherrschende Person auf einer Sanktionsliste der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten oder der Vereinten Nationen geführt wird und dass er die Leistungen nicht aus einem umfassend embargobelegten Gebiet heraus in Anspruch nimmt. Der Kunde teilt dem Anbieter unverzüglich mit, wenn diese Zusicherung nachträglich unrichtig wird. Trifft die Zusicherung nicht zu oder entfällt sie, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zu sperren und den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Vergütungen, die auf noch nicht erbrachte Leistungen entfallen, werden erstattet; steht einer Erstattung ein zwingendes rechtliches Hindernis entgegen, wird der Betrag einbehalten und ausgezahlt, sobald das Hindernis entfallen ist. Die vorstehenden Regelungen gelten nur, soweit ihnen nicht zwingendes Recht der Europäischen Union oder ihrer Mitgliedstaaten, insbesondere die Verordnung (EG) Nr. 2271/96, entgegensteht.

(5) Sollte eine Bestimmung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

(6) Der Kunde kann gegen Forderungen des Anbieters nur mit solchen Gegenforderungen aufrechnen, die unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind. Ein Zurückbehaltungsrecht steht dem Kunden nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu. Ist der Kunde Unternehmer, sind Ansprüche aus diesem Vertrag ohne vorherige Zustimmung des Anbieters in Textform nicht übertragbar; gegenüber Verbrauchern gilt dieses Abtretungsverbot nicht.

(7) Individuell zwischen den Parteien getroffene Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform; dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses. Strengere gesetzliche Formerfordernisse bleiben unberührt.

(8) Vertragssprache ist Deutsch. Bei fremdsprachigen Übersetzungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist im Zweifel die deutsche Fassung maßgeblich.

(9) Der Anbieter kann diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen für künftige Verträge jederzeit ändern. Für bereits geschlossene Verträge gilt die bei Vertragsschluss einbezogene Fassung. Änderungen bestehender Verträge bedürfen der Zustimmung des Kunden; Schweigen gilt nicht als Zustimmung.

(10) Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

Stand: 17.08.2026